Zukunft

Das BlaBla Buch

Das Bla-Bla-Buch beteiligt sich kreativ, ironisch und metaphorisch am Zuviel des gesellschaftlichen Lärms des Jahres 2024. Und sonst nichts. Guntram Walter: Das BlaBla Buch 120 Seiten, vierfarbig 14,8 × 10,5 cm, broschiert print-on-demand ISBN 978-3-942974-64-6 edition dpe 20,00€

Hier bleibt alles anders

Toll, ich wohne in einer Region, die sich eine neue Imagekampagne „Hier bleibt alles anders“ verordnet hat. Einfach toll, das ist semantisch nun die marketingunterfütterte Begründung eines gelebten Stillstandes zwischen den diversen Kirchtürmen und Bürgermeistereien, den zwei Landschaftsverbänden, drei Regierungsbezirken

Christian L. macht mich glücklich

Christian L. macht mich glücklich. Denn mit seiner Idee einer aktienbezogenen Altersvorsorge und einem staatlichen Zuschuß darauf, kann ich so richtig abkassieren. Nur was ist, wenn ich in Papiere investiere, die Waffen an Schurkenstaaten im Nahen Osten liefern. Unterlaufe ich

14:15 Uhr, Sonntag

Wahrscheinlich liegen die Pressemitteilungen und sonstigen Verlautbarungen schon fertig in den Schubladen. Version 1, Version 2 und vielleicht auch ein „worst case“ – Szenario. Nach diversen Abstimmungsprozessen – und die Politiker der „Elefantenrunde“, auch die, die sich eingeklagt haben, üben

XXX

Mit XXX wurde mal eine Unterschrift besiegelt und somit ein Zeichen für eine (vermeintliche) Individualität gesetzt; dann nämlich, wenn man nicht lesen und schreiben kann, also jenseits von gängigen Kommunikationssystemen stand. Das trifft in gewissen Maße auch für dieses Buch

Nachdenkstürmerei

Das Künstlerkollektiv artscenico performing arts lädt zum Symposium unter dem Titel NACHDENKSTÜRMEREI. In dieser 3-tägigen öffentlichen Nachdenkstürmerei wollen wir das Verhältnis von Theater und Publikum aus verschiedenen Perspektiven erkunden, Fragen stellen und versuchen Antworten zu finden. Kunst & Publikum Wir

Gesunt

Nein, wir bleiben nicht gesund. Wir sind schon alle krank und werden es noch mehr. Psychisch! Leiden unter Verfolgungswahn vor herumfliegenden, geheimnisvollen Eiweisshüllen, die Mensch auf der Straße im Vorübergehen mir vermacht. Dabei ist die Moleküldichte seines Rasierwassers um Längen

Willkommen in der Zukunft!

In einer Zeit wo jede Form von Kritik einem ungeheuren alles umfassenden Oportunismus gewichen ist, hat Kunst und Satire einen schweren Stand. Überhaupt Mehrdeutigkeiten fristen ein beängstigendes Dasein, wenn eine vermeindliche Eindeutigkeit fortwährend aus allen Lautsprechersystemen wie ein zäher Schleim

Make Misteaks

„Der Brexit ist eine lokale Version des postliberalen Zustandes, in dem sich das heutige Europa befindet“, schreibt Jan Zielinka heute in der „Zeit“ und „praktische Lösungen sind nicht in Sicht“ gegen das Infragestellen von liberalen Wahrheiten. Wie denn auch, wenn

Betreten verboten

Im Grunde war es doch abzusehen, das das nichts bringen würde. Was aber keine Entschuldigung ist. Der Prozess, der die Vorfälle – „das Versagen der Gehirne der Entscheidungsträger“ wie es vor Ort des Ereignisses mal hieß – der Loveparade in

Ausstellung: Das Zeitalter der Kohle

Unter dem Wiegeturm vor der Kokerei Zollverein ist die Leistungsschau der Industrietechnik aufgebaut. Auf neu terrassierten Schotter stehen Stempel, Schrämladerkopf, etc. – industrielle Kohlestahlkolosse allenthalben, verrostet, verstummt, museal. Willkommen deswegen in Dingskirchen. So heißt der neue Asterix in Ruhrdeutsch. Darum

Mittagessen

Im Vorfeld des Festes der Liebe bleibt auch beim Mittagessen in einem hippen Imbiß der Narzist bei dem Gegenüber des eigenen Spiegelbildes. Obwohl es physisch nach außen anders aussieht. Und redet. Und redet. Über diese große Stadt des ehemaligen Vorbildlandes,

Poesie

Das Verschwinden der Poesie und die Wiederkehr des Reellen – so ist es nach jeder Wahl. Es ist entschieden. Irgendwie. Manches war schreiend komisch. Die Plakate werden dann eingemottet, es wird wieder still. Schreiend still. Es könnte in dieser Zeit

Glanzbilder

Eigentlich Mädchensache, oder? Ich habe sie nie besessen. Aber vom System her Teil einer Erinnerungskultur. Und nicht nur meiner. Sind Idylle, Kitsch, Träumerei. Mag sein. Und dann Jimi Hendrix, Che Guevara und „Make love, not war“: Sie sind alle wieder